Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

AFS

Derzeit erfolgt die Umstellung von AFS auf einen neuen „Persönlichen Speicherbereich“.


 

Das verteilte Filesystem AFS

 

Die bisher in den AFS-Clients verwendete Verschüsselungsmethode ist im Laufe der Jahre zu unsicher geworden und muss durch ein moderneres Verfahren ersetzt werden. Dazu ist es erforderlich, die Software auf den Endgeräten zu erneuern, denn ältere Installationen werden ab 15.08.2013 nicht mehr von den AFS-Servern unterstützt. Es ist mindestens die Version 1.7.26 für Windows- bzw. die Version 1.6.5 für Unix/Linux-Clients erforderlich.


 

Das AFS (Andrew-File-System) ist ein verteiltes Filesystem, das Plattenplatz nach dem Client/Server-Modell zur Verfügung stellt. In einem Datenraum (Zelle -für die gesamte Uni-) wird durch das AFS ein einheitlicher Zugriff auf die Daten von verschiedenen Rechnerplattformen aus realisiert. Die Nutzerdaten und Systemprogramme werden auf den AFS-Servern gespeichert. Auf den Client-Workstation wird ein Cache initialisiert. In diesen Cache werden die Daten und Programme, die aktuell benötigt werden, vom jeweiligen Server geladen. Ein Client-System erthält nur Kopien der Files. Die Originale werden auf dem Server aktuell gehalten. Ein Backup der Cache-Bereiche ist nicht nötig. Ein funktionierendes, sicheres Netz ist Grundvoraussetzung für die Arbeit mit AFS.

Welche Vorteile bietet AFS gegenüber anderen Filesystemen im Netz?

Ein Verbund der Rechner und deren Filesysteme mit NFS und NIS ist für große Systeme nicht mehr praktikabel, da das Zeitverhalten in großen NFS-Systemen sehr schlecht wird. Fällt ein NFS-Server aus, ist der Zugang zu den auf ihm gespeicherten Daten gesperrt.

Im AFS werden Daten, die zusammen gehören, in einem Volume zusammengefasst. Von Volumes können Kopien auf verschiedenen Servern gehalten werden. Von diesen Kopien kann im allgemeinen nur gelesen werden. Wird im Original-Volume geändert, so werden die Kopien automatisch nach einer gewissen Zeit auf den Stand des Originals gebracht. Fällt ein Server aus, können die Daten von einem anderen Server genutzt werden.

Jeder AFS-Nutzer muss einen AFS-Account und ein Volume erhalten. Weiterhin benötigt er auf allen Rechnern, einen Accounteintrag (Linux und Windows). Unabhängig, auf welcher Maschine er sich anmeldet, er hat überall das gleiche HOME-Directory. Auch das Passwort ist für alle Rechner identisch, da die Authentifizierung durch AFS-Kerberos erfolgt. Nach erfolgter Authentifizierung erhält der Nutzer ein Identifikationszeichen (Token), das die Zugriffsrechte zu den Dateien festlegt.

Soll an einem Server eine Wartung durchgeführt werden, können die Volumes, die sich auf dieser Maschine befinden, zuvor auf andere Server verschoben werden. Somit ist der Nutzerbetrieb im AFS durch Systemwartungen nicht beeinträchtigt. Für den Nutzer ergeben sich nur wenige Veränderungen gegenüber der Arbeit im "Native UNIX".

Jeder Nutzer erhält 10 GB auf dem AFS-Server. Die Erhöhung des individuellen Plattenspeicherplatzes kann per E-Mail beantragt werden.

Letzte Änderung: 10.07.2017 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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